Die 10 beliebtesten Ausbildungsberufe

Kaufmann/-frau für Büromanagement

Gut zu wissen:
Im Jahr 2014 ging die Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Büromanagement aus den vorherigen Ausbildungen Bürokaufmann/-frau, Fachangestellt/r für Bürokommunikation und Kaufmann/-frau für Bürokommunikation hervor und ersetzt diese seither.

Empfohlener Schulabschluss:
mittlere Reife (Realschulabschluss)

Dauer:
In der Regel erstreckt sich die Ausbildung über einen Zeitraum von 3 Jahren (36 Monate). Bei besonders guten Leistungen besteht die Möglichkeit, die Ausbildung auf 2 Jahre bis 2,5 Jahre zu verkürzen.

Arbeitszeit:
Als Kaufmann/-frau für Büromanagement ist man immer werktags zu fest geregelten Arbeitszeiten tätig.

Ausbildungsvergütung:

1.    Ausbildungsjahr 600 Euro bis 800 Euro
2.    Ausbildungsjahr 660 Euro bis 950 Euro
3.    Ausbildungsjahr 700 Euro bis 1000 Euro

Wie hoch das Gehalt eines Auszubildenden/einer Auszubildenden ist, hängt insbesondere von dem Bereich ab, in dem er/sie tätig ist (Öffentlicher Dienst, Industrie und Handel, Handwerksbetriebe). Eine Rolle spielt auch die Größe des Unternehmens.

Berufsbild:
Zu dem Job als Kaufmann/-frau für Büromanagement gehören zahlreiche und vielfältige Bürotätigkeiten. Die wohl wichtigste Aufgabe ist es, den Büroalltag zu organisieren und dabei den Überblick über alle bedeutenden Vorgänge zu behalten. Dazu zählt beispielsweise der gesamte Schriftverkehr des Unternehmens, die Bearbeitung von Rechnungen sowie die Planung von Terminen und Geschäftsreisen des Chefs. Teil des Berufs ist außerdem das Strukturieren und Ordnen von Akten, genauso wie das Protokollieren von Besprechungen. Je nach Abteilung gilt es auch, Kunden in Empfang zu nehmen, Anfragen zu bearbeiten oder Aufträge anzunehmen.

Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung stehen Kaufmännern/-frauen für Büromanagement dank zahlreicher, auch berufsbegleitender, Weiterbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel zum Betriebs- oder Fachwirt, weitere Türen offen.

Ausbildungsablauf und Abschlussprüfung:
Die Ausbildung ist dual aufgebaut:
Zum einen ist man als Auszubildender/Auszubildende in einem Unternehmen tätig. Durch praktische Aufgaben lernt man dort die Büroabläufe und Geschäftsprozesse eines Betriebes kennen.

Durch den Besuch in der Berufsschule soll zum anderen das theoretische Wissen vermittelt werden. Der Unterricht findet entweder an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt. Zu den Inhalten zählen zum Beispiel Kundenakquise und –bindung, die Organisation von Arbeitsvorgängen und Geschäftsreisen sowie die Bearbeitung von Aufträgen.

Abgeschlossen wird die Ausbildung zum Kaufmann/zur Kaufmann für Büromanagement mit mehreren Prüfungen.

Den ersten Teil der Abschlussprüfung bildet eine Klausur, die in der Mitte des 2. Ausbildungsjahres absolviert wird und sich rund um das Thema „Informationstechnisches Büromanagement“ dreht. Am Ende des dritten Ausbildungsjahres folgt der zweite Teil der IHK-Abschlussprüfung, bestehend aus schriftlichen Prüfungen in den Bereichen „Kundenbeziehungsprozesse“ und „Wirtschafts- und Sozialkunde“ sowie einem fallbezogenen Fachgespräch.

Voraussetzungen:
Wer sich für eine Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Büromanagement entscheidet, sollte selbstständig, kommunikativ und flexibel sein, sich organisieren können sowie gut im Team arbeiten können. Vorausgesetzt werden außerdem gute Kenntnisse in Deutsch, Englisch und Mathematik. Probleme mit Grammatik und Rechtschreibung sollten Auszubildende nicht haben. Gern gesehen sind daneben Erfahrungen im Umgang mit Word und Excel.

Einstiegsgehalt:
Für ausgebildete Kaufmänner/-frauen für Büromanagement liegt das Gehalt im ersten Berufsjahr zwischen 1.800 Euro und 2.800 Euro brutto.

 

Kaufmann/-frau im Einzelhandel

Gut zu wissen:
Pro Jahr werden ca. 30.000 Ausbildungsverträge zu/zur Kaufman/-frau im Einzelhandel neu geschlossen. Damit gehört diese Ausbildung seit langer Zeit zu den Spitzenreitern unter den beliebtesten Ausbildungsberufen.

Empfohlener Schulabschluss:
mittlere Reife (Realschulabschluss)

Dauer:
Regulär dauert die Ausbildung zum /zur Kaufmann/-frau im Einzelhandel 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Ausbildungszeit um 6 Monate bis 12 Monate verkürzt werden.

Arbeitszeit:
Die Arbeitszeit hängt von der Öffnungszeit des Geschäfts ab. Da mittlerweile ein Großteil der Läden montags bis samstags öffnet, muss in den meisten Fällen auch am Wochenende gearbeitet werden.

Ausbildungsvergütung:

1.    Ausbildungsjahr 610 Euro bis 770 Euro
2.    Ausbildungsjahr 650 Euro bis 860 Euro
3.    Ausbildungsjahr 780 Euro bis 990 Euro

Berufsbild:
Kaufmännern und -frauen im Einzelhandel werden viele Aufgaben rund um den Verkauf von Konsumgütern, wie Kleidung, Lebensmittel oder Computern, übertragen. Der größte Schwerpunkt des Berufes liegt in dem Führen von Verkaufsgesprächen und der Kundenberatung. Um neue Kunden zu gewinnen, wirken sie bei der Gestaltung der Verkaufsräume und Präsentation der Waren mit.

Außerdem müssen Kaufmänner und –frauen im Einzelhandel für ausreichende Waren und gefüllte Lager im Geschäft sorgen. Für das Auffüllen von Regalen sind sie daher genauso zuständig wie für die Bestellung neuer Ware. Neu gelieferte Bestellungen werden von ihnen entgegengenommen, sorgfältig geprüft und anschließend fachgerecht gelagert.

Zum Tätigkeitsbereich gehört auch das Kassieren. Hierfür wird ein sicherer Umgang mit dem Kassensystem verlangt. Das heißt das Scannen von Ware, die Entgegennahme verschiedener Zahlungsmittel sowie das Entsicherung und Verpacken von Ware muss ebenso beherrscht werden, wie die Bearbeitung von Reklamationen und die Durchführung eines Kassensturzes.

Ausbildungsablauf und Abschlussprüfung:
Wer Kaufmann/-frau im Einzelhandel werden möchte, muss eine duale Ausbildung absolvieren, die im Betrieb und in der Berufsschule durchgeführt wird.

In dem Betrieb erhalten Auszubildende einen direkten Einblick in den Berufsalltag und die Aufgabenvielfalt eines Kaufmannes/einer Kauffrau im Einzelhandel. Während der drei Ausbildungsjahre werden sie nach und nach in immer mehr Bereiche eingeführt und lernen durch praktische Aufgaben die wichtigsten Vorgänge, Abläufe und Prozesse rund um ein Einzelhandelsunternehmen kennen.

Der Unterricht in der Berufsschuld findet als Blockunterricht oder an festgelegten Tagen in der Woche statt. Auszubildenden sollen das notwendige theoretische Hintergrundwissen für den Beruf vermittelt werden. Dazu gehört u.a., wie man Waren bestellt, Kunden betreut und Verkaufsgespräche führt.

Beendet wird die Ausbildung mit einer Abschlussprüfung der Industrie- und Handelskammer (IHK), die sich in zwei Teile aufspaltet:
In Teil 1 der Abschlussprüfung werden die Bereiche „Verkauf und Marketing“, „Warenwirtschaft und Rechnungswesen“ und „Wirtschafts- und Sozialkunde“ jeweils schriftlich geprüft.
Der zweite Teil der Abschlussprüfung besteht aus einem mündlichen fallbezogenen Fachgespräch und einer schriftlichen Prüfung mit dem Thema „Geschäftsprozesse im Einzelhandel.“
Wer die Prüfung erfolgreich besteht, darf sich als staatlich anerkannte/r Kaufmann/-frau im Einzelhandel bezeichnen.

Voraussetzungen:
Als Auszubildender zur/zum Kaufmann/-frau im Einzelhandel sollte man kontaktfreudig und kommunikativ sein sowie ein gutes Zahlenverständnis haben. Für den Umgang mit Kunden wird eine offene und freundliche Art, Wortgewandtheit und ein selbstbewusstes Auftreten gefordert, zugleich aber auch Geduld und Flexibilität. Förderlich für den Beruf als Kaufmann/-frau im Einzelhandel sind außerdem Interesse und Freude in den Bereichen Mathematik, Deutsch und Wirtschaft. Um gut mit Kollegen zusammenzuarbeiten, ist Teamfähigkeit eine unerlässliche Eigenschaft.

Einstiegsgehalt:
Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt für Einzelhandelskaufmänner/-kauffrauen zwischen 1.600 Euro und 2.400 Euro brutto.

 

Verkäufer/in

Gut zu wissen:
Die Ausbildungsinhalte für Verkäufer/innen ähneln den Inhalten der ersten beiden Ausbildungsjahre zum/zur Kaufmann/-frau im Einzelhandel sehr stark und auch die Tätigkeitsfelder der beiden Berufe sind zu einem großen Teil deckungsgleich. Allerdings dauert die Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau im Einzelhandel ein Jahr länger.
Der entscheidende Unterschied liegt im kaufmännischen Bereich: So müssen Kaufmänner/-frauen in ihrer Abschlussprüfung Buchhaltungsaufgaben lösen, Verkäufer/innen hingegen nicht. Weitere Abweichungen gibt es auch im Berufsleben, z.B. bei der Bezahlung und der Arbeit im Büro. Für eine Weiterbildung zum/zur Kaufmann/-frau im Einzelhandel kann die Ausbildung zum/zur Verkäufer/in um ein weiteres Jahr verlängert werden.

Empfohlener Schulabschluss:
mittlere Reife (Realschulabschluss) oder Hauptschulabschluss

Dauer:
Die Ausbildung zum/zur Verkäufer/in dauert regulär 2 Jahre und kann verkürzt werden. Arbeitszeit: Gearbeitet wird als Verkäufer/in immer werktags. Je nach Öffnungszeit des Geschäfts ist Wochenendarbeit möglich.

Ausbildungsvergütung:

1.    Ausbildungsjahr 630 Euro bis 800 Euro
2.    Ausbildungsjahr 690 Euro bis 885 Euro

Berufsbild:
Zu den Aufgaben eines Verkäufers/einer Verkäuferin gehören alle Tätigkeiten, die sich um den Verkauf von Produkten drehen. Die Kernaufgaben sind daher, mit Kunden Verkaufsgespräche zu führen, ihnen Produkte zu empfehlen und zu erklären. Außerdem helfen sie, die Waren im Schaufenster und im Geschäft für Kunden ansprechend zu platzieren. Daneben kümmern sich Verkäufer/innen um das Auffüllen der Regale und die richtige Auszeichnung der Preise.

Haben sich die Kunden für Produkte entschieden, sind anschließend wieder die Verkäufer/innen an der Reihe, die als Kassierer/innen tätig werden. Dazu gehört, dass sie die ausgewählten Produkte der Kunden scannen, entsichern und gegebenenfalls verpacken. Der Umgang mit verschiedenen Preisnachlässen (z.B. Rabatten) und Zahlungsmitteln, wie Bargeld, ec-Karte, Kreditkarte oder Gutscheinen, gehört dabei ebenso zu den Routineaufgaben, wie das Reklamieren oder Einholen einer Preisauskunft. Am Ende des Tages müssen die einen Kassensturz machen.

Zusätzlich agieren Verkäufer/innen auch im Hintergrund eines Geschäfts, denn Teil ihres Berufes ist auch die Lagerhaltung. Deshalb kontrollieren Verkäufer/innen unter anderem den Bestand, veranlassen Bestellung neuer Waren, nehmen Lieferungen entgehen, prüfen die Qualität der Waren und lagern diese anschließend fachgerecht.

Ausbildungsablauf und Abschlussprüfung:
Bei der Ausbildung zum/zur Verkäufer/in handelt es sich um eine duale Ausbildung, die in einem Betrieb und einer Berufsschule stattfindet.

Angehende Verkäufer/innen erwerben in der Berufsschule alle notwendigen Kenntnisse für ihren zukünftigen Beruf. Sie lernen zum Beispiel, wie man auf unterschiedlichen Kundentypen eingeht und diese gezielt berät. Eine wichtige Rolle spielt auch der richtige Umgang mit den Waren. Auszubildenden erfahren, was man bei der Warenannahme beachten muss, wie man sie fachgerecht lagert und kontrolliert.

In dem Betrieb wird das theoretische Wissen anhand praktischer Aufgaben vertieft. Dazu werden die Auszubildenden in verschiedenen Bereichen eingesetzt, um die Facetten des Berufes kennenzulernen. Deshalb werden sie in den 2 Jahren an der Kasse, im Warenlager bei der Kundenberatung oder auch im Einkauf mitwirken.

Die Ausbildung zum/zur Verkäufer/in schließt mit einer Prüfung der Industrie- und Handelskammer (IHK) ab. Geprüft wird in 4 verschiedenen Bereichen: Neben drei schriftlichen Prüfungen mit den Themen „Verkauf und Marketing“, „Warenwirtschaft und Rechnungswesen“ und „Wirtschafts- und Sozialkunde“ muss eine mündliche Prüfung, ein sogenanntes „Fallbezogenes Fachgespräch“, absolviert werden.

Voraussetzungen:
Der Beruf als Verkäufer/in erfordert größtenteils Kundenkontakt. Aus diesem Grund sollte man Freude an der Kommunikation mit anderen Menschen haben und stets freundlich auftreten. Ein guter Umgang mit Kunden setzt gleichzeitig voraus, dass man gut auf andere Menschen eingehen kann, Geduld hat und flexibel ist. Neben einem gepflegten Erscheinungsbild sollte man auch gute Kenntnisse in Mathematik und Deutsch vorweisen können.

Einstiegsgehalt:
Wer nach seiner abgeschlossenen Ausbildung zum/zur Verkäufer/in in das Berufsleben einsteigt, kann mit einem Gehalt zwischen 1.400 Euro und 2.000 Euro rechnen.

 

Kraftfahrzeugmechatroniker/in

Gut zu wissen:
Absolviert werden kann die Ausbildung sowohl in einem Industriebetrieb als auch in einem Handwerksbetrieb.
Die Ausbildung zum/zur Kfz-Mechatroniker/in wird mit 5 verschiedenen Schwerpunkten angeboten. Während der Ausbildung können die Azubis aus den Fachrichtungen Personenkraftwagentechnik, Motorradtechnik, System- und Hochvolttechnik und Karosserietechnik wählen.

Empfohlener Schulabschluss:
mittlere Reife (Realschulabschluss) oder Hauptschulabschluss

Dauer:
Die Ausbildung zum/zur Kfz-Mechatroniker/in erstreckt sich regulär über 3,5 Jahre. Unter bestimmten Umständen kann die Ausbildung auf 2,5 Jahre bis 3 Jahre verkürzt werden.

Arbeitszeit:
Als Kfz-Mechatroniker/in arbeitet man immer werktags, d.h. auch samstags.

Ausbildungsvergütung:

1.    Ausbildungsjahr 610 Euro bis 800 Euro
2.    Ausbildungsjahr 640 Euro bis 860 Euro
3.    Ausbildungsjahr 660 Euro bis 960 Euro
4.    Ausbildungsjahr 700 Euro bis 1.000 Euro

Berufsbild:
Zentraler Tätigkeitsbereich von Kfz-Mechatronikern sind die Mechanik und Elektronik vom Kraftfahrzeugen, wie zum Beispiel Personenkraftwagen, Lastkraftwagen und Zweiräder. Zu den alltäglichen Aufgaben gehört dabei, mechanischen, elektrischen oder elektronischen Systeme zu analysieren und auf Störungen und Fehler zu untersuchen. Nach einer entsprechenden Diagnose beheben sie die jeweiligen Fehler. In Abhängigkeit von ihrem Einsatzbereich sind Kfz-Mechatroniker auch an der Produktion von Fahrzeugen unterschiedlicher Bauarten beteiligt.

Kfz-Mechatroniker, die in Reparaturwerkstätten arbeiten, führen außerdem „klassische“ Instandhaltungsarbeiten durch und setzten individuelle Kundenwünsche um, indem sie Instandhaltungsarbeiten durchführen, Fahrzeuge aufrüsten oder Bauteile ersetzen. Teil ihres Berufes ist es demnach auch, Kunden zu beraten und die Durchführung der vorgenommenen Arbeiten mit ihnen zu besprechen. Anschließend überprüfen sie die Funktionsfähigkeit und die Einhaltung der straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften.

Ausbildungsablauf und Abschlussprüfung:
Die dreieinhalbjährige Ausbildung zum/zur Kfz-Mechatroniker/in verläuft dual, d.h. neben der Arbeit im Betrieb ist der Besuch einer Berufsschule Teil der Ausbildung.

In ihrem Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden die wichtigsten Inhalte ihres zukünftigen Berufes anhand von praktischen Aufgaben kennen. Wichtige Tätigkeitsfelder sind dabei zum Beispiel die Inbetriebnahme, Montage und Demontage unterschiedlicher Bauteile, die Wartung von Fahrzeugen oder auch Durchführung verschiedener Messung.

Der Unterricht in der Berufsschule findet entweder an festen Wochentagen oder in Blockform statt. Auszubildenden wird dabei das notwendige fachliche Hintergrundwissen vermittelt. Dazu gehören auch allgemeine Fächer, wie Deutsch und Sozialkunde.

Beendet wird die Ausbildung mit einer abschließenden Prüfung. Der erste Teil der Prüfung muss nach dem Ende des 2. Ausbildungsjahres absolviert werden und wird mit 35 % gewichtet. Er enthält zum einen theoretische Aufgaben, die schriftlich zu lösen sind, und zum anderen praktische Aufgaben, die mit einem Fachgespräch verbunden sind.
Teil 2 der Prüfung wird am Ende der Ausbildung, also nach 3,5 Jahren, durchgeführt und macht 65 % der Endnote aus. Neben drei schriftlichen Prüfungsbereichen müssen sich Auszubildende einem Kundenauftrag stellen, der wiederum aus vier praktischen Aufgaben und einem situativen Fachgespräch besteht.

Wird die Ausbildung in einem Industriebetrieb durchgeführt, schließt die Ausbildung mit der sogenannten Abschlussprüfung der Industrie- und Handelskammer (IHK) ab. Wer sich für eine Ausbildung in einem Handwerksbetrieb entscheidet, beendet die Ausbildung mit einer Gesellenprüfung; zuständig ist in diesem Falle die Handwerkskammer (HWK).

Voraussetzungen:
Für die Ausbildung zum/zur Kfz-Mechatroniker sollte sich entscheiden, wer an den Schuldfächern Mathematik, Physik und Werken Freude hatte.
Ein feinmotorisches Geschick und handwerkliches Talent sind für den Beruf genauso unerlässlich, wie ein gutes technisches Verständnis und sorgfältiges Arbeiten. Von Vorteil ist außerdem ein Interesse an Fahrzeugen und Computertechnik.

Einstiegsgehalt:
Das Einstiegsgehalt für ausgebildete Kfz-Mechatroniker/innen liegt zwischen 1.500 Euro und 2.000 Euro.

 

Industriekaufmann/-frau

Gut zu wissen:
Große Unternehmen haben häufig auch Standorte im Ausland. Auszubildende, die ihre Ausbildung in einem solchen Betrieb absolvieren, haben daher häufig die Möglichkeit, einen Teil ihrer Ausbildung in einem anderen Land zu machen.

Empfohlener Schulabschluss:
mittlere Reife (Realschulabschluss) oder Abitur bzw. Fachabitur

Dauer:
In der Regel dauert die Ausbildung zum/zur Industriekaufmann/-frau 3 Jahre. Eine Verkürzung der Ausbildung auf 2,5 oder 2 Jahre ist unter gewissen Umständen möglich.

Arbeitszeit:
In dem Beruf als Industriekaufmann/-frau ist man immer werktags tätig.

Ausbildungsvergütung:

1.    Ausbildungsjahr 870 Euro bis 950 Euro
2.    Ausbildungsjahr 940 Euro bis 1.010 Euro
3.    Ausbildungsjahr 1.000 Euro bis 1.080 Euro

Berufsbild:
Industriekaufleute befassen sich mit zahlreichen verschiedenen Aufgaben aus unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern.
Im Bereich der Materialwirtschaft kümmern sie sich zum Beispiel um das Warenlager, indem sie den Bestand prüfen und gegebenenfalls Waren auffüllen oder Produktpreise mit Lieferanten verhandeln und die Qualität der gelieferten Waren kontrollieren. In ihren Kompetenzbereich fällt außerdem die Planung, Organisation und Überwachung der Produktion von Produkten.

Bestandteil der Aufgaben von Industriekaufleuten ist auch der Vertrieb. Sie nehmen neue Aufträge an und bearbeiten diese, betreuen Kunden, führen Verkaufsgespräche und kümmern sich um die Kostenberechnung und Preiskalkulation. Hinzu kommen zahlreiche Tätigkeiten aus dem Bereich des Rechnungswesens, denn Industriekaufleute bearbeiten und buchen nicht nur verschieden Vorgänge, sondern sie erstellen und kontrollieren auch Rechnungen.

Innerhalb der Personalwirtschaft wirken Industriekaufleute ebenfalls mit, denn sie führen die Personalakten, ermitteln den Mitarbeiterbedarf und helfen anschließend bei der Auswahl des neuen Personals. Teil ihres Arbeitsgebietes ist es ferner, den Einsatz der Mitarbeiter zu koordinieren.

Ausbildungsablauf und Abschlussprüfung:
Um als Industriekaufmann/-frau zu arbeiten, muss eine duale Ausbildung absolviert werden. Die Ausbildung teilt sich folglich auf in die Arbeit im Betrieb und den Besuch einer Berufsschule.

In der Berufsschule werden die nötigen theoretischen Kenntnisse vermittelt, die durch praktische Aufgaben im Betrieb angewendet werden sollen. Dabei werden die Auszubildenden besonders in den Bereichen Mathematik, Wirtschaft, Deutsch und Englisch geschult.

Das erlangte Wissen wird durch die Arbeit in dem Ausbildungsbetrieb herangezogen und vertieft. Die Auszubildenden werden in die verschiedenen Tätigkeitsfelder eingeführt und mit der Zeit werden ihnen auch typische Aufgaben des Berufs übertragen.

Um die Ausbildung erfolgreich abzuschließen, müssen eine Zwischenprüfung und die Abschlussprüfung bestanden werden. Die Zwischenprüfung findet nach der Hälfte der Ausbildung statt und dauert 90 Minuten. Sie beinhaltet mehrere Aufgaben aus den Bereichen

  • Beschaffung und Bevorratung
  • Produkte und Dienstleistungen
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Ausbildungsbetrieb
  • Geschäftsprozesse und Märkte
  • Information, Kommunikation, Arbeitsorganisation
  • Integrative Unternehmensprozesse
  • Personal

Die Abschlussprüfung erfolgt am Ende der Ausbildung. Sie setzt sich aus einer schriftlichen Prüfung und einer mündlichen Prüfung in dem jeweiligen Einsatzgebiet zusammen.
Innerhalb er schriftlichen Prüfungen werden an zwei Tagen die Bereiche „Geschäftsprozesse“, „kaufmännische Steuerung und Kontrolle“ sowie „Wirtschafts- und Sozialkunde“ geprüft.

Voraussetzungen:
Da man in dem Beruf als Industriekaufmann/-frau in vielen unterschiedlichen Bereichen tätig ist, ist Flexibilität eine wichtige Voraussetzung. Außerdem sollte man kommunikativ und teamfähig sein. Gefordert wird daneben sorgfältiges Arbeiten, Verhandlungsgeschick und organisatorisches Talent.
Freunde an den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch sind ebenfalls von Vorteil. Arbeitgeber freuen sich außerdem über Erfahrungen im Umgang mit Word und Excel.

Einstiegsgehalt:
Das Gehalt für ausgebildete Industriekaufmänner/-frauen im ersten Berufsjahr liegt zwischen 1.700 Euro und 2.500 Euro.

 

Medizinische/r Fachangestellte/r (MFA)

Gut zu wissen:
Im August 2006 wurde die Berufsbezeichnung „Medizinische/r Fachangestellte/r“ eingeführt und ersetzt seitdem den Begriff „Arzthelfer/in“.

Empfohlener Schulabschluss:
mittlere Reife (Realschulabschluss)

Dauer:
Um als Medizinische/r Fachangestellte/r tätig sein zu dürfen, muss eine 3-jährige Ausbildung absolviert werden. Arbeitszeit: MFA arbeiten im Schichtdienst. Sie sind auch am Wochenende, an Feiertagen oder nachts tätig. Möglich ist auch Bereitschaftsdienst.

Ausbildungsvergütung:

1.    Ausbildungsjahr 750 Euro bis 805 Euro
2.    Ausbildungsjahr 780 Euro bis 850 Euro
3.    Ausbildungsjahr 830 Euro bis 900 Euro

Berufsbild:
Ein Großteil der ausgebildeten MFA arbeitet in Arztpraxen und Krankenhäusern. Dort begrüßen sie die Patienten, nehmen die persönlichen Daten auf, vergeben Termine, stellen Überweisungen und Rezepte aus und führen die Krankenakten. Außerdem sind sie eine wichtige Anlaufstelle für die verschiedenen Fragen der Patienten.

Zu ihren Aufgaben gehört es auch, die einzelnen Behandlungsräume vorzubereiten und die notwendigen ärztlichen Instrumente bereitzulegen. Dabei sorgen sie für die Einhaltung der Desinfektionsvorschriften. Je nachdem, welche Untersuchungen durchgeführt werden, assistieren MFA gegebenenfalls dem behandelnden Arzt. Kleinere Untersuchungen, wie beispielsweise die Blutentnahme, Messen von Körpergröße und Blutdruck sowie das Wiegen, führen MFA selbst aus. Teil des Berufes sind außerdem Laborarbeiten. MFA führen dort Untersuchungen von Blut- und Harnproben durch und ermitteln verschiedene Werte.

Schließlich stehen MFA den Patienten auch beratend zur Seite und klären sie über unterschiedliche Behandlungen auf. Durchgeführte Untersuchungen und Behandlungen rechnen sie entsprechend der Gebührenordnung für Ärzte mit den Krankenkassen oder Privatpatienten ab.

Ausbildungsablauf und Abschlussprüfung:
Wer später als MFA arbeiten möchte, benötigt eine duale Ausbildung, die zum Teil in einer Berufsschule und zum Teil in einer Praxis absolviert werden muss.

In der Berufsschule wird Auszubildenden nicht nur allgemeinbildendes Wissen, zum Beispiel in Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde, vermittelt, sondern hier sollen insbesondere berufsspezifische Kenntnisse erlangt werden. Daher werden die alltäglichen Abläufe theoretisch durchgespielt und der richtige Umgang mit Patienten trainiert.

Diese Grundkenntnisse werden durch die Arbeit in einer Praxis angewendet und vertieft. Die angehenden MFA werden in die Arbeitsabläufe des Praxisteams integriert und erlernen unter anderem, welche Hygienemaßnahmen wann zu ergreifen sind und wie sie in Notfallsituationen reagieren müssen.

Abgeschlossen wird die Ausbildung mit einer Prüfung, die sich in eine Zwischen- und eine Abschlussprüfung unterteilt.
Nach der Hälfte der Ausbildung, d.h. nach 18 Monaten, erfolgt die Zwischenprüfung in den Bereichen „Medizin“, „Abrechnung“ und „Betriebswirtschaftslehre.“
Am Ende der Ausbildung folgt die Abschlussprüfung. Sie ist in einen schriftlichen und einen praktischen Teil gegliedert. Der schriftliche Teil der Prüfung erfordert Kenntnisse in den Bereichen „Behandlungsassistenz“, „Betriebsorganisation und –verwaltung“ und „Wirtschafts- und Sozialkunde.“ In dem praktischen Teil müssen Prüflinge praxisbezogene Arbeitsabläufe demonstrieren und anschließend ein Fachgespräch hierüber führen.

Voraussetzungen:
Da die Arbeit als MFA zu großen Teilen aus Patientenkontakt besteht, sollte man für diesen Beruf Spaß am Umgang mit Menschen haben, gut zuhören können und nicht kontaktscheu sein. Wichtig sind außerdem eine strukturierte und sorgfältige Arbeitsweise, ein deutlicher Ausdruck sowie gute Rechtschreibkenntnisse.

Spezifisch dieser Beruf erfordert daneben, dass man in der Lage ist, Verschwiegenheit zu bewahren. Denn wegen des Datenschutzes sind MFA gesetzlich dazu verpflichtet, über Patientendaten und Praxisabläufe zu schweigen (§ 203 StGB).

Für diesen Beruf ist außerdem ein Interesse an Deutsch, Mathematik, Biologie und Chemie sowie gute Noten in den entsprechenden Schulfächern von Vorteil.

Einstiegsgehalt:
Medizinische Fachangestellte dürfen in ihrem ersten Berufsjahr mit einem Gehalt von circa 1.800 Euro rechnen.

 

Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel

Gut zu wissen:
Die Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel enthält Elemente aus beiden Fachrichtungen. Auszubildende müssen sich im Laufe ihrer Ausbildung dennoch entscheiden, ob sie den Schwerpunkt auf den Groß- oder Außenhandel legen wollen.

Empfohlener Schulabschluss:
mittlere Reife (Realschulabschluss) oder Abitur

Dauer:
Die Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel erstreckt sich über 3 Jahre, wobei eine Verkürzung auf 2,5 Jahre bis 2 Jahre unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist.

Arbeitszeit:
Als Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel arbeitet man in der Regel werktags von früh bis in den späten Nachmittag. Aber auch Wochenendarbeit und Dienstreisen sind möglich.

Ausbildungsvergütung:

1.    Ausbildungsjahr 680 bis 970 Euro
2.    Ausbildungsjahr 730 bis 990 Euro
3.    Ausbildungsjahr 850 bis 1.040 Euro

Berufsbild:
Hauptaufgabe von Kaufleuten im Groß- und Einzelhandel ist es, verschiedene Güter bei Herstellern oder Lieferanten einzukaufen und diese anschließend an Industrie-, Handels und Handwerksunternehmen zu verkaufen.

Dazu holen sie Angebote ein und verhandeln mit den Herstellern und Lieferanten, um den besten Preis zu erzielen. Anschließend bestellen sie die benötigten Waren und kontrollieren den Ablauf der Lieferung sowie Anzahl und Qualität der bestellen Güter. Außerdem kümmern sich Kaufleute im Groß- und Außenhandel um eine fachgerechte und kostengünstige Lagerung dieser Güter.

Für den Wiederverkauf müssen Kaufleute im Groß- und Außenhandel Kostenberechnungen durchführen, aktuelle Kundenaufträge bearbeiten und Rechnungen erstellen. Auch dabei müssen sie wieder Verhandlungsgeschick beweisen, um die Güter zu einem guten Preis zu verkaufen. Daneben gehört auch die Beratung und Betreuung bestehender sowie die Gewinnung neuer Kunden durch Werbeaktionen oder Ähnliches zu ihren Tätigkeiten.

Obwohl diese Aufgaben die Kaufleute beider Fachrichtungen verbinden, unterscheiden sich die Groß- und Außenhandel dennoch voneinander. Während sich Kaufleute im Großhandel schwerpunktmäßig mit der Warenwirtschaft und anschließenden Lagerung befassen, haben Kaufleute im Außenhandel hauptsächlich mit zahlreichen Themen rund um Im- und Export zu tun. Sie kommunizieren mit Firmen aus aller Welt und müssen besonders auf die unterschiedlichen Währungen, Zölle und Handelsvorschriften Acht geben. Gute Fremdsprachenkenntnisse sind in diesem Bereich unerlässlich.

Ausbildungsablauf und Abschlussprüfung:
Bei der Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel handelt es sich um eine duale Ausbildung, die in einer Berufsschule und einem Betrieb absolviert wird.

In der Berufsschule, die entweder an bestimmten Wochentagen oder für Blockunterricht besucht werden muss, werden die theoretischen Grundlagen des Berufes vermittelt. Dazu gehört z.B., wie man Kundenaufträge richtig bearbeitet und Waren beschafft.

Sofern kein Berufsschulunterricht stattfindet, sind die Auszubildenden in einem Betrieb tätig, wo sie die praktische Seite des Berufs kennenlernen. Anhand von typischen Aufgaben lernen sie u.a., wie der Wareneinkauf abläuft, wann die verschiedenen Kommunikationsmittel zum Einsatz kommen und wie Verkaufspreise ermittelt werden.

Für einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung müssen zwei Prüfungen bestanden werden. Noch vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres wird der Wissensstand der Auszubildenden in den Bereichen „Arbeitsorganisation“, „Warenwirtschaft“ und „Wirtschafts- und Sozialkunde“ im Rahmen einer Zwischenprüfung abgefragt.
Am Ende der Ausbildung findet eine Abschlussprüfung statt. Je nach Wahl des Fachbereiches stammen die zu beantwortenden Fragen aus dem Themenbereich „Außenhandelsgeschäfte“ oder „Großhandelsgeschäfte.“ Daneben wird auch das Wissen auf den Gebieten „Kaufmännische Steuerung und Kontrolle, Organisation“ und „Wirtschafts- und Sozialkunde“ geprüft. Zudem muss eine praktische Übung absolviert werden, bei der die Prüflinge einen Lösungsvorschlag präsentieren müssen.

Voraussetzungen:
Geeignet für diesen Beruf ist, wer Spaß am Verkauf von Waren und Dienstleistungen hat, gut kommunizieren kann und kontaktfreudig ist. In Gegenwart von neuen Menschen sollte man offen und frei sprechen können sowie sich deutlich und gewandt ausdrücken können.
Ferner sollte man geschickt verhandeln können und Freude am Erlernen und Sprechen von Fremdsprachen mitbringen. Wegen der zahlreichen organisatorischen Aufgaben sollte man als Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel gerne und sorgfältig planen.

Einstiegsgehalt:
Staatliche anerkannte Kaufleute im Groß- und Außenhandel erhalten nach Abschluss ihrer Ausbildung ein Einstiegsgehalt zwischen 1.700 Euro und 2.400 Euro.

 

Elektroniker/in

Gut zu wissen:
Die Ausbildung zum/zur Elektroniker/in wird mit verschiedenen Schwerpunkten sowohl in der Industrie als auch im Handwerk angeboten.
Auszubildende können sich zwischen folgenden Fachrichtungen entscheiden: Automatisierungstechnik (Industrie & Handwerk), Betriebstechnik (Industrie), Energie- und Gebäudetechnik (Handwerk), Gebäude- und Infrastruktursysteme (Industrie), Geräte und Systeme (Industrie), Informations- und Telekommunikationstechnik (Handwerk), Informations- und Systemtechnik (Industrie) und Maschinen- und Antriebstechnik (Industrie & Handwerk).

Empfohlener Schulabschluss:
mittlere Reife (Realschulabschluss)

Dauer:
In der Regel dauert die Ausbildung zum/zur Elektroniker/in 3,5 Jahre. Eine Verkürzung der Ausbildungsdauer auf 3 Jahre bis 2,5 Jahre ist unter Umständen möglich.

Arbeitszeit:
Elektroniker/innen arbeiten immer werktags. Je nachdem, in welchem Ausbildungsbetrieb die Ausbildung absolviert wird, ist auch Schicht- und Bereitschaftsdienst am Wochenende möglich.

Ausbildungsvergütung:

1.    Ausbildungsjahr 650 Euro bis 1.050 Euro
2.    Ausbildungsjahr 670 Euro bis 1.100 Euro
3.    Ausbildungsjahr 730 Euro bis 1.190 Euro
4.    Ausbildungsjahr 780 Euro bis 1.260 Euro

Die große Spannweite im Bereich der Ausbildungsvergütung lässt sich auf die unterschiedlichen Fachbereiche in Industrie und Handwerk sowie die verschiedenen Tarifverträge und –standards der einzelnen Bundesländer zurückführen.

Berufsbild:
Zu den Aufgaben von Elektroniker/innen der Automatisierungstechnik gehört es, elektrische Anlagen und Regelungssysteme zu bauen und fachgerecht zu installieren. Beispielsweise kümmern sie sich um die Steuerung von Verkehrsleitsystemen, wie Ampeln, und um die Software und Funktionalität von Produktionsautomaten.

Zentrale Aufgabe der Elektroniker/innen für Betriebstechnik ist es, elektrische Bauteile sowie Betriebs- und Verfahrensanlagen zu installieren und zu warten. Sollten Störungen auftreten, suchen Elektroniker/innen nach der Ursache, um diese anschließend zu beheben. Sie sind außerdem für das Programmieren unterschiedlicher Software zuständig. Die Einsatzbereiche sind vielfältig.

Im Bereich Energie- und Gebäudetechnik befassen sich Elektroniker/innen mit sämtlichen elektrischen Systemen, die sich in Gebäuden befinden. Hierzu gehört das Verlegen von Kabeln, Installieren von Heiz- und Klimaanlagen sowie die Montage von Steckdosen.

Für alle elektrischen Systeme in Gebäuden sind Elektroniker/innen der Gebäude- und Infrastruktur zuständig. Das sind neben Klima- und Stromanlagen auch Heizungs- und Lüftungssysteme. Diese müssen fachmännisch installiert und gewartet werden. Treten Störungen auf, begeben sich Elektroniker/innen auf die Fehlersuche und beheben die Defekte.

Wer sich für eine Ausbildung im Bereich „Geräte und Systeme“ entscheidet, fertigt unterschiedliche Komponenten sowie Geräte an und wartet diese. Daneben gehört auch das Programmieren von Systemen und die Installation von Programmen zu ihren Aufgaben.

Als Elektroniker/in der Informations- und Telekommunikationstechnik plant und installiert man verschiedene elektronische Kommunikationssysteme, wie Telefonanlagen, sowie Sicherheitssysteme, u.a. Alarmanlagen und Bewegungsmelder. Elektroniker/innen sind in der Lage, diese Systeme zu verstehen und zu reparieren oder zu warten.

Elektroniker/innen der Informations- und Systemtechnik entwickeln und bauen industrielle informationstechnisch Systeme, die u.a. in Telefonen oder Faxgeräten vorkommen. Hardwarekomponenten und elektronische Bauteile werden von ihnen montiert und Betriebssysteme konfiguriert. Außerdem warten sie de Systeme und beheben auftretende Störungen.

Was Motoren, Generatoren und Transformatoren sind und wie sie funktionieren, wissen Elektroniker/innen der Maschinen- und Antriebstechnik. Sie sind in der Lage, komplexe elektrische Maschinen und Antriebssysteme zu montieren, sie in Betrieb zu nehmen, zu warten und zu reparieren und verschiedene Bauteile, beispielsweise Spulen zu fertigen.

Ausbildungsablauf und Abschlussprüfung:
Die Ausbildung zum/zur Elektroniker/in ist eine duale Ausbildung. Das bedeutet, Auszubildende werden sowohl in ihrem Ausbildungsbetrieb als auch in einer Berufsschule auf ihre spätere berufliche Tätigkeit vorbereitet.

Während in der Berufsschule jeweils alle notwendigen theoretischen Grundlagen vermittelt werden, zum Beispiel wie man elektrische Maschinen herstellt und prüft und die Funktion elektronischer Systeme prüft, lernen Auszubildende in ihrem Ausbildungsbetrieb die praktische Seite des Berufs kennen und wenden das gelernte Wissen an. Dazu gehört auch, wie man seine Arbeit plant und mit Kunden umgeht.

Abgeschlossen wird die Ausbildung mit einer Gesellenprüfung (Handwerk) bzw. einer Abschlussprüfung (Industrie). Der erste Teil der Gesellen- bzw. Abschlussprüfung findet vor Ende des 2. Ausbildungsjahres statt, der zweite Teil der Prüfung jeweils am Ende der Ausbildung.

Voraussetzungen:
Der Beruf als Elektroniker/in erfordert auf jeden Fall ein gutes technisches Verständnis sowie handwerkliches Geschick, um die Funktionsweise elektrischer Systeme zu verstehen und Maschinen zu reparieren. Unerlässlich ist außerdem ein sorgfältiges und auch präzises Arbeiten. Da der Beruf den Umgang mit Computern sowie Programmieren erfordert, ist ein Interesse in diesen Bereichen von Vorteil. Wegen des häufigen Kundenkontakts, den dieser Beruf mit sich bringt, sollte man als Elektroniker gut und gerne kommunizieren.
Gern gesehen sind außerdem gute Noten in den Schulfächern Mathematik, Physik und Werken.

Einstiegsgehalt:
Ausgebildete Elektroniker verdienen während ihres ersten Berufsjahres durchschnittlich zwischen 1.500 Euro und 2.200 Euro pro Monat.

 

Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (ZFA)

Gut zu wissen:
Zahnmedizinische Fachangestellte, kurz ZFA, werden umgangssprachlich auch als Zahnarzthelfer/innen bezeichnet.

Empfohlener Schulabschluss:
mittlere Reife (Realschulabschluss)

Dauer:
Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre, wobei eine Verkürzung der Ausbildung auf 2,5 Jahre bis 2 Jahre unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist.

Arbeitszeit:
Als zahnmedizinische/r Fachangestellter arbeitet man immer werktags zu festen Zeiten. Unter Umständen ist Bereitschaftsdienst möglich.

Ausbildungsvergütung:

1.    Ausbildungsjahr 630 Euro bis 820 Euro
2.    Ausbildungsjahr 680 Euro bis 870 Euro
3.    Ausbildungsjahr 750 Euro bis 920 Euro

Berufsbild:
Zahnmedizinische Fachangestellte sind mit zahlreichen Aufgaben rund um die Patientenbetreuung, Organisation und Verwaltung der Praxis betraut. Zu ihren täglichen Aufgaben gehört es, Patienten zu empfangen, zu begrüßen, neue Termine mit ihnen zu vereinbaren, sie über verschiedene Behandlungen aufzuklären und gegebenenfalls Rezepte auszustellen.

Nach Abschluss der Behandlung eines Patienten bereiten die ZFA die Behandlungsräume für die nächsten Patienten vor. Sie legen notwendige Instrumente bereit und reinigen, desinfizieren und sterilisieren ärztliche Werkzeuge.

Um verschiedenen Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen vorzubeugen, führen zahnmedizinische Fachangestellte auch prophylaktische Maßnahmen, wie zum Beispiel lokale Fluoridierung oder eine professionelle Zahnreinigung, durch.

Während einer ärztlichen Behandlung assistieren ZFA dem Zahnarzt bzw. der Zahnärztin, indem sie unter anderem die benötigen Instrumente reichen und reinigen oder Speichel absaugen. Auch das Röntgen der Patienten oder das Ausgießen von Gebissabdrücken mit Gips fällt in ihren Aufgabenbereich.

Sämtliche durchgeführte Leistungen dokumentieren sie in der Akte des Patienten und rechnen diese am Ende des Quartals entsprechend ab. Daneben kümmern sie sich auch um die Bestellung von benötigten Materialien für die Praxis.

Ausbildungsablauf und Abschlussprüfung:
Wer als zahnmedizinische/r Fachangestellte/r tätig sein möchte, muss zunächst eine duale Ausbildung absolvieren. Auszubildende müssen neben der Tätigkeit in einer Zahnarztpraxis eine Berufsschule besuchen.

Der Berufsschulunterricht findet entweder an festgelegten Tagen in der Woche oder in Blockform statt. Den Auszubildenden wird dabei das für ihren Beruf notwendige theoretische Wissen vermittelt. Beispielsweise lernen sie, wie sie verschiedene Behandlungen begleiten, welche hygienischen Maßnahmen zu beachten sind und was sie beim Umgang mit Patienten berücksichtigen müssen.

An Tagen, an denen kein Unterricht eingeplant ist, sind Auszubildende in einer Zahnarztpraxis tätig. Dort lernen sie ihren zukünftigen Beruf anhand praktischer Tätigkeiten kennen und trainieren unter anderem die Einhaltung der Hygienevorschriften, die Behandlung von Infektionskrankheiten, die Abrechnung ärztlicher Leistungen und wie man röntgt.

Um die Ausbildung erfolgreich abzuschließend, müssen Prüfungen abgelegt werden.
Vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres müssen die Auszubildenden eine Zwischenprüfung bestehen, bei der sie in den Bereichen „Hygienemaßnahmen und deren Einhaltung“, „Hilfeleistungen bei Zwischenfällen und Unfällen“, „Assistenz bei konservierenden und chirurgischen Behandlungsmaßnahmen“ sowie „Anwenden von Gebührenordnungen und Vertragsbestimmungen“ geprüft werden.
Am Ende der 3-jährgen Ausbildung müssen die Auszubildenden eine Abschlussprüfung absolvieren. In dem schriftlichen Teil der Prüfung müssen sie Fragen aus den Bereichen „Behandlungsassistenz“, „Praxisorganisation und –verwaltung“, „Abrechnungswesen“ und „Wirtschafts- und Sozialkunde“ beantworten. Daneben müssen die angehenden zahnmedizinischen Fachangestellten eine komplexe praktische Aufgabe bewältigen. Im Zentrum stehen dabei typische Abläufe des Praxisalltages, die Behandlungsabläufe, Abrechnung von Leistungen, Verwaltungsaufgaben, Hygienemaßnahmen und Gesundheits- sowie Umweltschutz.

Voraussetzungen:
Für die Tätigkeit als ZFA sollte man gegenüber fremdem Menschen kontaktfreudig, freundlich und geduldig sein. Wichtig sind dabei auch gute Umgangsformen und ein gewisses Einfühlungsvermögen. Der Beruf erfordert daneben auch Finger- sowie Handgeschick und sorgfältiges, gewissenhaftes Arbeiten. Den Anblick von Blut und Speichel sollte man als zahnmedizinische/r Fachangestellte/r aushalten können. Für einen reibungslosen Praxisablauf und ein gutes Arbeitsklima ist außerdem Teamfähigkeit von Vorteil.

Eine große Rolle spielt in diesem Beruf auch der Datenschutz, weshalb ZFA zur Verschwiegenheit bezüglich Patientendaten und Praxisabläufen verpflichtet sind.

Einstiegsgehalt:
Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung erhalten zahnmedizinische Fachangestellte ein Einstiegsgehalt zwischen 1.600 Euro und 2.300 Euro.

 

Industriemechaniker/in

Gut zu wissen:
Die Ausbildung zum/zur Industriemechaniker/in wird sowohl in der Industrie als auch im Handwerk angeboten.

Empfohlener Schulabschluss:
mittlere Reife (Realschulabschluss)

Dauer:
Die Ausbildung zum/zur Industriemechaniker/in erstreckt sich über einen Zeitraum von 3,5 Jahren, wobei eine Verkürzung möglich ist.

Arbeitszeit:
Industriemechaniker/innen arbeiten häufig im Schichtdienst.

Ausbildungsvergütung:

Industrie Handwerk
1.    Ausbildungsjahr 970 Euro bis 1050 Euro 410 Euro bis 840 Euro
2.    Ausbildungsjahr 1020 Euro bis 1100 Euro 450 Euro bis 880 Euro
3.    Ausbildungsjahr 1100 Euro bis 1190 Euro 490 Euro bis 950 Euro
4.    Ausbildungsjahr 1140 Euro bis 1260 Euro 530 Euro bis 1010 Euro

Berufsbild:
Industriemechaniker/innen befassen sich mit Maschinen für Produktionsanlagen und Fertigungsanlagen, wie zum Beispiel Fließbändern. Hierfür stellen sie verschiedene Bauteile her und setzen diese anschließend zu einem funktionsfähigen System zusammen. Dabei gehört auch das Anfertigen technischer Zeichnungen sowie die Auswertungen von technischen Unterlagen zu ihren Aufgaben.

Damit die Maschinen und Fertigungsanlagen die vorgesehenen Arbeiten ausführen können, werden die entsprechenden Anweisungen von Industriemechaniker/innen programmiert und vernetzt. Sie übernehmen auch die Inbetriebnahme der Anlagen, die Übergabe an den Kunden sowie regelmäßige Wartungsarbeiten.

Treten Fehler an den Geräten auf, sind Industriemechaniker/inne zur Stelle, um die Störungen zu finden und zu beheben. Dazu müssen sie nicht mehr funktionierende Bauteile demontieren und das benötige Ersatzteil bestellen oder selbst anfertigen.

Ausbildungsablauf und Abschlussprüfung:
Der Weg zum/zur Industriemechaniker/in erfolgt über eine duale Ausbildung, die zum Teil in einem Betrieb und zum Teil in einer Berufsschule durchgeführt wird.

Auszubildende müssen die Berufsschule entweder an bestimmten Wochentagen besuchen oder am Blockunterricht teilnehmen. Dabei erlernen sie unter anderem den richtigen Umgang mit Werkstoffen, die Herstellung von Bauteilen sowie das Planen, Optimieren, Warten und Instandsetzen technischer Systeme.

Für ihren Ausbildungsbetrieb dürfen die Auszubildenden verschiedene Aufgaben übernehmen und ihre erworbenen Kenntnisse praktisch anwenden. Während sie Bauteile herstellen und (de-)montieren, lernen sie den richten Einsatz und Umgang mit den verschiedenen Werkzeugen. Dabei spielen insbesondere die eigene Arbeitsorganisation sowie der Kundenkontakt eine wichtige Rolle.

Eine Spezialisierung für eine Fachrichtung gibt es bei dieser Ausbildung nicht. Allerdings stehen den Auszubildenden vier Einsatzgebiete zur Wahl, von denen sie eines vertiefen müssen: Feinbaugeräte, Maschinen- und Anlagebau, Produktionstechnik und Instandhaltung.

Um die Ausbildung erfolgreich abzuschließen, müssen die Auszubildenden die Abschlussprüfung ablegen. Diese besteht aus zwei Teilen, wobei der erste Teil der Prüfung bereits vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres absolviert werden muss. Die Auszubildenden erwartet eine praktische Prüfungsaufgabe sowie ein mündliches Fachgespräch und schriftliche Aufgaben.

Im vierten Ausbildungsjahr folgt Teil zwei der Abschlussprüfung. Hier muss eine schriftliche Prüfung in den Bereichen „Auftrags- und Funktionsanalyse“, „Fertigungstechnik“ und „Wirtschafts- und Sozialkunde“ abgelegt werden. Es folgt ein Arbeitsauftrag, welcher umgesetzt werden muss und Gegenstand des folgenden Fachgesprächs ist.

Voraussetzungen:
Als Industriemechaniker/in befasst man sich regelmäßig mit kleinsten Komponenten oder Teilen. Deshalb erfordert der Beruf nicht nur ein gutes Sehvermögen, sondern auch eine gewisse Augen-Hand Koordination und viel Geschicklichkeit. Nicht weniger wichtig ist ein sorgfältiges, präzises Arbeiten. Da die Arbeit häufig in großen Produktionshallen stattfindet, sollte man für diese Tätigkeit nicht allzu geräuschempfindlich sein und auch bei Lärm konzentriert Aufgaben erledigen können. Um die Funktionsweise der Maschinen und Anlagen zu verstehen, ist außerdem ein technisches Verständnis von Vorteil. Oft müssen schwere Bauteile gehoben werden, sodass eine gute körperliche Verfassung notwendig ist. Gute Noten in Mathematik, Physik und Informatik sind bei Arbeitgeber ebenfalls gern gesehen.

Als besonders nachteilig werden Allergien gegen Metall gewertet.

Einstiegsgehalt:
Wer die Ausbildung zum/zur Industriemechaniker/in erfolgreich abgeschlossen hat, erhält in seinem ersten Berufsjahr ein Monatsgehalt zwischen 2.300 Euro und 2.500 Euro.

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